Lexikon der Abkürzungen

Diese Abkürzungstabelle wird kontinuierlich weiter bearbeitet. Das Ziel ist, sie möglichst umfangreich und für jedermann verständlich zu formulieren. Für Anregungen danken wir: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 
AHI Apnoe-Hypopnoe-Index: Summe von Apnoen + Hypopnoen pro Schlafstunde
 
ALS Amyotrophe Lateralsklerose: Gehirnerkankung, die das Muskelsystem betrifft. Tritt im mittleren Lebesnalter auf, ist z.Z. noch unheilbar, schreitet jedoch unterschiedlich schnell voran. Die Muskeln können nicht mehr richtig angesteuert werden, wodurch auch die Atmung geschwächt wird, es kommt zu einer Verschleimung der Bronchien
 
ARAS Aufsteigendes retikuläres aktivierendes System
 
Arousal Durch Atemstillstände während des Schlafes, den Apnoen, kommt es zu einem zu geringen Sauerstoffgehalt des Blutes (Hypoxämie), bei gleichzeitig erhöhtem Kohlenstoffdioxidgehalt des Blutes (Hyperkapnie). Der damit nicht mehr ausreichend mögliche Sauerstoffaustausch in den Organen wird von Chemorezeptoren erkannt und durch eine Weckreaktion, dem Arousal, überwunden. Diese Weckreaktion führt zwar nicht zu vollem Bewusstsein, bewirkt aber die Wiederaufnahme der Ventilation und so die Normalisierung der Blutgase.
 
ASB Assisted Spontaneous Breathing: Die Spontanatmung wird beim Einatmen durch Druck unterstützt. Genutzt in der Intensivmedizin
 
ASDA American Sleep Disorders Association: Amerikanische Gesellschaft für Schlaferkrankungen
 
BIPAP Bilevel Positive Airway Pressure: positiver Atemwegedruck auf zwei Druckstufen - der Einatmungsdruck ist höher als der Ausatmungsdruck
 
BGA Blutgasanalyse: Untersuchung zur Bestimmung von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut
 
BMI Body Mass Index: das Verhältnis von Körpergröße in m 2 zum Körpergewicht in kg (BMI = kg : m 2)
 
bpm Herzfrequenz bpm = beats pro minute (Herzschläge pro Minute)
 
COB Chronic Obstructive bronchistis: andauernde Entzündung der luftführenden Strukturen in der Lunge, die sich röhrenartig immer mehr verzweigen mit Einengungen
 
COPD chronic obstructive pulmonary disease: andauernde Lungenerkrankung mit anhaltenden Verengungen der Atemwege
 
CPAP continuous positive airway pressure: kontinuierlicher positiver Atmungswegedruck
 
CRF corticotropin releasing factor: in einem Teil des Zwischenhirns (Hypothalamus) gebildeter Eiweißkörper (Polypeptid), der die Produktion eines Hormons (ACTH) anregt, welches wichtige Steuerungsfunktionen für den Körper hat
 
CT Computer Tomographie: Röntgenaufnahmen, die mit Hilfe eines Computers zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt werden
 
CVHR cyclic variation of heart rate: in regelmäßigen Abständen auftretende Veränderungen in der Häufigkeit der Herzschläge
 
DBR disordered breathing rate: gestörte Häufigkeit der Atemzüge
 
DES Desaturation: Entsättigung (meist: sinkender Sauerstoffgehalt)
 
Desat. Desaturation: Entsättigung (meist: sinkender Sauerstoffgehalt)
 
DOES disorders of excessive sleepiness: übermäßiges, krankhaftes Schlafbedürfnis
 
DSIP delta sleep including peptide: schlafanregende injizierbare Substanz (Neuropeptid) mit umstrittener therapeutischer Relevanz
 
DUVI Duisburger Vigilanztest: Computer Reaktions- und Gedächtnistest zur Prüfung der Wachheit
 
EDS Ein- und Durchschlafstörung
 
EEG Elektroencephalographie: Aufzeichnung des Wellenbildes der elektrischen Spannungen im Gehirn
 
EI Entsättigungsindex, Anzahl der Sauerstoff-Entsättigungen je Schlafstunde
 
EMG Elektromyographie: Aufzeichnung der elektrischen Muskelströme
 
EOG Elektrookulogramm: Aufzeichnung der durch die Augenbewegungen erzeugten elektrischen Ströme
 
EPAP expiratory positive airway pressure: Überdruck in den Atemwegen während der Ausatmung
 
ESS Epworth sleepiness scale: Schlaffragebogen zur Einschätzung der Schläfrigkeit am Tage
 
FRK Funktionelle Residualkapazität: der in den Lungen verbleibende Luftrest bei Normalatmung ( ca. 2,4 l)
 
FRC Funktionelle Residualkapazität: siehe FRK
 
FRS seitliches Röntgenbild, welches mit Abstand (aus der Ferne) aufgenommen wird
 
HVI heart rate variation index: Veränderung der Herzschlaghäufigkeit
 
Hyper- Vorsilbe (griechisch): bedeutet "zu viel"
 
Hypo- Vorsilbe (griechisch): bedeutet "zu wenig"
 
Hz Hertz: Anzahl von Wellen (Schwingungen) pro Sekunde
 
IPPV intermittent positive pressure ventilation: intermittierende (zeitweilig aussetzende) positive Druckbeatmung
 
IPAP Inspiratory Positive Airway Pressure: Einatmungsdruck bei BIPAP-Beatmung
 
IPPB Intermittend Positive Pressure Breathing: Abkürzung für eine Überdruckinhalation. Bei der druckunterstützten Beatmung werden beim Einatmen Medikamente vernebelt.
 
ISB Intermittierende Selbstbeatmun g: Zu bestimmten Zeiten des Tages entlastet der Patient seine "Atempumpe" durch eine Beatmungstherapie. Es kommt zu einer Regeneration der Muskulatur
 
ISI intermittent snoring index
 
IPAP inspiratory positive pressure ventilation
 
LOC left outer cantus: linker äußerer Augenwinkel
 
LTOT Longterm Oxygen Therapy: Sauerstoff-Langzeittherapie
 
MAO Monoaminooxidase
 
MESAM Madaus Electronics Sleep Apnea Monitor
 
MP-H Entfernung Mandibular Plane - Hyoid
 
MSH melanozytenstimulierendes Hormon
 
MSLT multiple sleep latency test: Mehrfache Schlaflabormessung am Tage beim Versuch einzuschlafen (zur Ermittlung der Tagesschläfrigkeit)
 
MVT movement time = die Zeit, in der sich der Schläfer während des Schlafs bewegt
 
MWT maintenance of wakefulness test: Mehrfache Schlaflabormessung am Tage beim Versuch wach zu bleiben zur Ermittlung der Tagesschläfrigkeit
 
nCPAP nasale continuous posititve airway pressure: kontinuierliche Überdruckbeatmung durch die Nase
 
NMR Nuclear Magnetic Resonance: Kernspintomographie
 
NPT nächtliche penile Tumeszenz: Anschwellen des Penis während des Schlafens
 
NREM Non-REM-Schlaf
 
OD oxygen desaturation: Sauerstoff-Entsättigung
 
ODI oxygen desaturation index: Zahl der Sauerstoffsättigungsabfälle je Schlafstunde
 
ODIx oxygen desaturation index: Zahl der Sauerstoffsättigungsabfälle um x Prozent je Schlafstunde
 
OHS obesity hypoventilation syndrome
 
OSA obstructive sleep apnea: Atemstillstände während des Schlafes, die durch Verengung oder Verschluss der Atemwege entstehen
 
OSAS obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom: siehe OSA
 
PaO2 Sauerstoffpartialdruck
 
PaCO2 Kohlendioxidpartialdruck
 
PAS posterior airway space
 
Pat. Patient
 
PEEP Positive Endexpiratory Pressure: der Druck am Ende der Ausatmung.
 
PMS periodic movements in sleep: periodische Bewegungen im Schlaf
 
Pm - Pu Entfernung Spina nasalis posterior - Uvulaspitze
 
PSG Polysomnographie: Gleichzeitige Aufzeichnung verschiedener Schlafmesswerte - besser: Somnopolygraphie
 
PWS Prader-Willi-Syndrom: erblich bedingte Erkrankung mit Intelligenzminderung, Kleinwuchs, Fettsucht u. a.
 
REM rapid eye movement: schnelle Augenbewegungen während des Schlafens
 
REM-L REM-Latenz: Zeitdauer bis die erste REM-Phase auftritt
 
REM-Schlaf- Assoziation Der Schlaf kann in mehrere Schlaftiefen definiert werden. Z. B.: Wach, 1, 2, 3, 4, wobei 4 der tiefste Schlaf ist. Jetzt entspannen sich die Muskeln deutlich. Daneben gibt es den sogenannten REM-Schlaf (auch Traumschlaf, paradoxer Schlaf genannt). REM ist die Abkürzung von Rapid eye movement (schnelle Augenbewegungen), weil sich während dieser Schlafzeit die geschlossenen Augen hin- und herbewegen, wie beim Filmgucken. In dieser Schlafphase sind die Muskeln in der Regel ganz entspannt, wohl mit dem Ziel, dass wir uns während des Träumens nicht bewegen. Die Zungenmuskulatur und die Rachenmuskulatur entspannen sich dann auch am stärksten, so dass es während dieser Schlafzeit durch das Zurückrutschen der entspannten Zunge in den Rachen zu den meisten Atemstillständen kommt. Diese Verbindung von REM-Schlaf und Atemstillständen nennt man REM-Schlaf-Assoziation.
 
RES Resaturation
 
RDI respiratory disturbance index: Summe von Apnoen und Hypopnoen je Schlafstunde
 
RE respiratory event
 
REI respiratory event index
 
RERA respiratory-effort related arousals - RERA ist durch eine Erhöhung der Atemanstrengung für mehr als 10 Sekunden charakterisiert. Dies führt zu einem arousal, erfüllt aber nicht die Kriterien für eine Apnoe oder Hypopnoe.  
 
RLS restless legs syndrome
 
RR Blutdruckwerte ermittelt nach Riva Rocci
 
ROC right outer cantus: rechter äußerer Augenwinkel
 
RV Residualvolumen
 
SA Schlafapnoe: Atemstillstand während des Schlafens
 
SAI Schlaf-Apnoe-Index: Häufigkeit der Atemstillstände pro Schlafstunde
 
SaO2 Sauerstoffsättigung
 
SAS Schlaf-Apnoe-Syndrom: Erkrankung mit Atemstillständen während des Schlafens, häufig mit Schnarchen verbunden
 
SBAS schlafbezogene Atemstörung
 
SDB sleep disturbed breathing: durch den Schlaf gestörte Atmung
 
SE Schlafeffizienz: tatsächliche Schlafzeit der Zeit im Bett in %
 
SEM slow eye movement: langsame Augenbewegungen während des Schlafens
 
SI snoring index: Häufigkeit von Schnarchgeräuschen je Schlafstunde
 
SIDS sudden infant death syndrome: plötzliches Versterben eines Kindes im ersten Lebensjahr, ohne dass der Grund hierfür gefunden werden kann. Man vermutet einen unreifen Atemantrieb.
 
SL Schlaf-Latenz: Zeit bis zum Eintritt des ersten Schlafstadiums
 
SNA Winkel Sella - Nasion - Subspinale
 
SNB Winkel Sella - Nasion - Supramentale
 
SPG Somnopolygraphie: Gleichzeitige Aufzeichnung verschiedener Schlafmesswerte
 
SPT Sleep periode time: tatsächliche Schlafzeit (ohne Wachsein)
 
SSS Stanford sleepiness scale: Fragebogen zur Einschätzung der Schläfrigkeit am Tage
 
SWS slow wave sleep: tieferes Schlafstadium mit langsamem Hirnwellenbild
 
TIB time in bed: Zeit im Bett
 
TLK totale Lungenkapazität
 
TRH thyreotropine releasing hormone
 
TST total sleep time: Totale Schlafzeit
 
UPPP Uvulopalatopharyngoplastik: Operation im Rachen, am Gaumen und Zäpfchen, um Gewebe zu entfernen
 
VIP vasoactive intestinal polypeptide
 
WASO wake after sleep onset, Wachzeit nach dem ersten Einschlafen
 
ZNS Zentrales Nervensystem
 
z-SAS zentrales Schlaf-Apnoe-Syndrom: Atemstillstände während des Schlafens, welche durch das Atemzentrum des Gehirns verursacht wurden