Executive Education auf der Basis des Humanistischen Psychodramas

Inhalt

  • Vetragsbedingungen ab 1.1.2019
  • Preisliste 01/2019
  • Verwaltung und Organisation
  • Zertifizierung ab 1.1.2019
  • Übersicht zum Humanistischen Psychodrama
  • Supervision
  • Verwaltung und Organisation
  • Psychodrama-Assistent/in / Praktiker (1973 bis 2018)
  • Psychodrama-Therapeut/in (1973 bis 2018)
  • Psychodrama-Leiter für Kinder und Jugendliche (1973 bis 2018)

Allgemeine Vertragsbedingungen 01_2019

des „PIB Psychotherapeutisches Institut Bergerhausen“ - kurz „PIB“ für die Weiterbildungen im PIB Executive Education auf der Grundlage des Humanistischen Psychodramas

  • § 1 Teilnehmende
  1. Die Teilnahme steht jedem offen, der einen akademischen Abschluss nachweisen kann und im Bereich Beratung, Lebens-Begleitung, Coaching, Lehre, Organisationsentwicklung, Personalführung, Teamentwicklung, Theaterarbeit, Therapie und Gesundheitswesen tätig ist. Ausnahmen können individuell vereinbart werden.
  2. Als besondere Zulassungsvoraussetzung gilt ferner eine grundsätzlich geistig-seelische Stabilität. Mit Beantragung der Teilnahme wird diese Stabilität dem PIB gegenüber auf dem Anmeldebogen bestätigt. Menschen, die sich z.B. in einer akuten psychiatrischen Behandlung befinden, können nicht teilnehmen bzw. sollten während der Behandlungszeit in den Weiterbildungen pausieren.
  3. Die Teilnahme setzt einen eigenverantwortlichen Umgang mit dem Aspekt der Selbsterfahrung voraus, wie in jeder Trainer-Weiterbildung üblich.
  • § 2 TeilnehmerInnengruppe
  1. Die Kurse finden als Gruppenveranstaltung im Rahmen der postgraduierten Erwachsenenbildung statt.
  2. Die Mindestgröße liegt bei sechs TeilnehmerInnen. Bei Nichterreichen der Mindest-TeilnehmerInnen-Zahl behält sich das PIB das Recht vor, die Veranstaltungen zusammenzulegen oder abzusagen. Die Regelgröße beträgt 7 bis 14 TeilnehmerInnen.
  3. Die Gruppe selbst ist Gegenstand des Unterrichts, da Gruppendynamiken gezielt betrachten werden. Deshalb ist die kontinuierliche Teilnahme von größter Bedeutung.
  • § 3 Anmeldungen
  1. Die Anmeldung zur PIB-Weiterbildung erfolgt schriftlich durch Zusendung des ausgefüllten und unterzeichneten Anmelde- und Kostenübernahmeformulars.
  2. Mit der Unterschrift des Anmeldeformulars werden die Allgemeinen Vertragsbedingungen anerkannt. Sollten sich die Allgemeinen Vertragsbedingungen ändern, ist eine neues schriftliches Einverständnis abzugeben.
  3. Erst nach Ablauf der Anmeldefrist oder Erreichen der Mindestteilnehmerzahl erfolgt die schriftliche Benachrichtigung zur PIB-Weiterbildung (meist 4 Wochen vorher). Eine direkte Benachrichtigung erfolgt, sollte eine Anmeldung aus Platzgründen nicht möglich sein. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Die Anmeldung ist vorbehaltlich der untenstehenden Regelungen verbindlich.
  4. Zur Anmeldung zur Abschuss-Prüfung müssen Nachweise bereitgestellt werden (kurzer Lebenslauf und Kopie eines akademischen Abschlusses, Aufstellung der besuchten Einheiten und ausgeübten Praxis)
  • § 4 Weiterbildungskosten
  1. Die Höhe der Teilnahmegebühren ist der beigefügten Preisliste zu entnehmen. Während eines Weitebildungsgangs werden die Preise nur unwesentlich, d.h. max. 10 % erhöht und das nur bei schriftlichem Einverständnis.
  2. Zusammen mit der Einladung zur Weiterbildung wird eine Rechnung gesandt. Erst nach Rechnungserhalt ist zu zahlen. Die PIB Weiterbildungskosten müssen spätestens zum Veranstaltungsbeginn auf dem PIB Konto eingegangen sein.
  3. Kontodaten

Name:                 PIB, Dr Becker-Ebel

Bank:                   Deutsche Apotheker- und Ärzte-Bank / Apobank

IBAN:                   DE92 3006 0601 0404 8460 44

BIC                       DAAEDEDDXXX

  1. Die Seminarkosten beinhalten weder Übernachtung noch Verpflegung der TeilnehmerInnen.
  2. Eine beantragte, vergünstigte Gebühr für Studierende, Arbeitslose und Arbeitsfähigkeitseingeschränkte wird für einzelne Stipendiaten nur gewährt, wenn bei Anmeldung der entsprechende Status besteht und im jährlichen Rhythmus erneut nachgewiesen wird.
  3. Wenn eine Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden muss und nicht verlegt werden kann, wird die bereits bezahlte Gebühr zurückerstattet. Eine weitergehende Rückerstattung für Fahrtkosten, Übernachtung etc. erfolgt nicht. Deshalb sind zur eigenen Sicherheit bis Eingang der Weiterbildungseinladung und Rechnung nur stornierbare Hotels und Fahrten zu buchen.
  4. Eine Einschreibegebühr und Kosten für ein Erstgespräch fallen nicht an.
  • § 5 Rücktritt von einzeln gebuchten Seminaren
  1. Der Rücktritt von Teilnehmenden hat in schriftlicher Form zu erfolgen. Bis 8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 100 Euro fällig. Bei Ausübung des Rücktrittsrechts bis 3 Wochen vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung wird eine Schadens-Pauschale von 50% der Teilnahmegebühr erhoben. Bei einem späteren Rücktritt vor Beginn der ersten Veranstaltung wird eine Schadenspauschale von 80% der Teilnahmegebühr fällig.
  2. Dem Teilnehmer steht der Nachweis offen, dass dem PIB ein Schaden überhaupt nicht entstanden ist oder dieser wesentlich niedriger als die Schadenspauschale ist. Sollte der Platz wieder belegt werden können, wird die bereits überwiesene Zahlung bis auf 100 Euro (=Verwaltungspauschale) zurückerstattet. Die Schadenspauschale wird nicht erhoben, sofern der Rücktritt auf einer vom Teilnehmenden nachzuweisenden Pflichtverletzung des PIBs beruht.
  • § 6 Rücktritt von einer gebuchten Seminar-Reihe
  1. Zusätzlich zu Abschnitt § 5 gilt für den Fall, dass ein/e TeilnehmerIn eine Seminarreihe bucht (4 Module in einem Jahr): Nach Beginn des ersten Seminars einer Seminarreihe bleibt die/der Teilnehmende auch bei Ausübung des Rücktrittsrechts zur Zahlung des vollen Betrages (100 %) für alle gebuchten Seminare des aktuellen gebuchten Kalenderjahres verpflichtet.  Auch hierbei gilt: Dem Teilnehmer steht der Nachweis offen, dass dem PIB ein Schaden überhaupt nicht entstanden ist oder dieser wesentlich niedriger als die Schadenspauschale ist.  Sollte der Platz wieder belegt werden können, wird die bereits überwiesene Zahlung bis auf 100 Euro (=Verwaltungspauschale) zurückerstattet. Die Schadenspauschale wird nicht erhoben, sofern der Rücktritt auf einer vom Teilnehmenden nachzuweisenden Pflichtverletzung des PIBs beruht.
  2. Nach der Teilnahme am ersten Seminar im ersten Jahr besteht ein Sonderkündigungsrecht, wenn Teilnehmende keinen persönlichen / beruflichen Nutzen in dieser Weiterbildung entdecken können.
  3. Das Fernbleiben von einem Seminar im Rahmen einer Seminarreihe, unabhängig vom Zeitpunkt, befreit nicht von der Zahlungspflicht. Ist das Fernbleiben vom Kurs auf ärztlich attestierte Krankheit des Teilnehmenden zurückzuführen, kann ein entsprechend ähnliches Modul (gegen eine Verwaltungsgebühr von 100 Euro) als Kulanz besucht werden.
  4. Der Rücktritt aus einem schwerwiegenden Grund gem. § 626 BGB ist jederzeit möglich und ist zu begründen.
  • § 7 Beendigung /Pausieren der Teilnahme durch das PIB
  1. Sollte ein/e TeilnehmerIn nach der ersten Teilnahme nach Einschätzung der/des Weiterbildungs-Leiters/Leiterin nicht an der Weiterbildung profitieren können, so kann auch – ggfs. nach einer weiteren Aussprache – die Fortsetzung der Weiterbildung pausiert oder in besonderen Fällen auch storniert werden.
  2. Gleiches gilt während der gesamten Weiterbildung bei später festgestellten Problemen, die wissentlich oder unwissentlich im Gegensatz zur gegebenen Bestätigung der eigenen geistig-seelischen Gesundheit nach § 1 Abs. 2 stehen.
  3. Später auftretende geistig-psychische Probleme, die zu Vertragsbeginn nicht bestanden, werden zu einem pausieren der Weiterbildungsteilnahme führen.
  • § 8 Prüfung
  1. Die Seminare können auch an und für sich besucht werden ohne die Notwendigkeit der Teilnahme an einer Prüfung. Bei einer Teilnahme ohne Prüfung erhält der/die TeilnehmerIn ein qualifizierendes Teilnahmezertifikat.
  2. Ferner erfolgt einmal jährlich zum Kalenderjahresende eine Rückmeldung der Lehrenden und der Teilnehmenden an jede/n einzelne/n TeilnehmerIn zur persönliche Lern- und Lebensentwicklung.
  3. Wenn nach 4 Jahren Gesamtzeit und drei Jahren Gruppenteilnahme (4 mal 4 Tage) die qualifizierende Abschluss-Prüfung „Certified Practitioner CP“ angestrebt wird, ist neben der Teilnahme an allen vorgesehenen Weiterbildungsbestandteilen und eigener Praxistätigkeit unter Supervision auch eine schriftliche Arbeit anzufertigen und eine Prüfung abzulegen. Über die vorgesehenen Bestandteile informiert die im Anhang beigefügte Übersicht
  4. Fehlende Seminarteile oder fehlende Seminareinheiten von bei Seminare-Reihen sind nachzuholen bis der für die Prüfung nötige Weiterbildungsumfang erreicht ist. Eine Prüfung kann vorgezogen werden, wenn mindestens 70 % des Umfangs der Weiterbildungseinheiten erreicht worden sind. Dabei muss die Seminarreihe in der geschlossenen, durchgängigen Gruppe mit durchgängiger Leitung mindestens 480 Unterrichtsstunden (12 mal 4 Tage; 60 Credit Points) umfassen.
  • § 9 Haftung
  1. Das PIB haftet bei Unfällen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mit ihrer Berufshaft-pflichtversicherung
  2. Das PIB haftet jedoch nicht für Verlust oder Diebstahl mitgebrachter Sachen von Teilnehmer/innen.
  3. Das PIB bildet nur psychisch stabile TeilnehmerInnen im Rahmen der Erwachsenenbildung aus. Dies bestätigen die Teilnehmenden dem PIB gegenüber schriftlich.
  • § 10 Datenschutz
  1. Namen und Anschriften von Teilnehmenden werden, soweit geschäftsnotwendig und nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU DS-GVO) zulässig, ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Weiterbildungsseminare, zu Abrechnungszwecken sowie zur Information über zukünftige Weiterbildungsangebote verarbeitet. Über die Maßnahmen des Daten-schutzes finden Sie Informationen hier: pib-zentrum.de/datenschutzerklaerung.html.
  • § 11 Urheberrecht

Arbeitsunterlagen sind urheberrechtlich geschützt. Das Kopieren oder sonstige Vervielfältigen sind nur nach vorheriger Zustimmung des Urheberrechteinhabers zulässig.

  • § 12 Distanzierung von Scientology

Das PIB stellt sicher, dass kein/e DozentIn bei der Erfüllung der Aufträge, Inhalte nach der Technologie von L. Ron Hubbard durchführt, anwendet und verbreitet.

  • § 13 Verschwiegenheit
  1. Die Geschehnisse innerhalb der Weiterbildungsgruppe unterliegen der Vertraulichkeit und sind nicht an externe Personen weiterzugeben.
  2. Zuwiderhandlungen können eine sofortige Kündigung des Weiterbildungsverhältnisses zur Folge haben und zwar ohne Rückerstattung bereits gezahlter Gebühren. Im Fall einer Kündigung aus diesem Grund besteht in diesem Fall kein Recht auf Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen.
  3. Ferner ist eine Schadensersatzklage möglich.
  • § 14 Problemklärung

Das PIB hat 2018 eine Beschwerdestelle und ein Beschwerdeverfahren eingerichtet.

  • § 15 Nebenabreden

Sollten besondere Konditionen ausgehandelt werden, bedürfen diese der Schriftform.

Der Standort des PIB ist Hamburg.

 

Preisliste 01/2019

Diese Preisliste 01/2019 ersetzt die bisherige Preisliste 2018

  1. PIB Executive Education

Modul mit 4 Tagen (40 Unterrichtseinheiten) für Firmen und UnternehmerInnen                 960 Euro

Modul mit 4 Tagen (40 Unterrichtseinheiten) für Selbstzahler auf Antrag                             640 Euro

(begrenzte Anzahl von Stipendien mit 50 % Kostenermäßigung sind auf Antrag für Berufsanfänger und Leitungen von Sozialen Diensten möglich)

  1. PIB Theorieseminare

Wochenendseminar mit 2 Tagen (20 Unterrichtseinheiten)                                                   320 Euro

Seminar mit 4 Tagen (40 Unterrichtseinheiten)                                                                      640 Euro

  1. Supervision

Supervisionseinheit (à 45 Minuten; 8 SV-Einheiten = 1 Credit)                                              80 – 100 Euro

Supervisionstag (8 mal 45 Minuten 9-17 Uhr = 1 Credit) mit 3 oder 4 Personen                   250 Euro

Supervisionstag (8 mal 45 Minuten 9-17 Uhr = 0,75 Credits) mit 5 bis 7 Personen               200 Euro

Supervisionstag (8 mal 45 Minuten 9-17 Uhr = 0,50 Credits) ab 8 Personen                        150 Euro

  1. Abschlussprüfung CP

Prüfungsgebühr                                                                                                                       200 Euro

Hamburg, den 01.01.2019

 

Verwaltung und Organisation

Es wird ein Fortbildungsvertrag durch den Abschluss einer Kostenübernahmeerklärung auf JAHRESBASIS abgeschlossen mit der PIB, Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.pib-zentrum.de (PIB = Psychotherapeutisches Institut Bergerhausen, gegründet 1973), Adresse (seit dem 1.4.2018): PIB Prof. Dr. Jochen Becker-Ebel, Grundstr. 17, 20257 Hamburg

Zertifikat PIB Zertifizierung

Das PIB ist institutionelles Mitglied dieser Führenden Verbände und Associationen: ASGPP, der DGFS, der ISPS und der IAC-ITRAC.

Das PIB bietet seit Herbst 2018 die international und national zertifizierte Weiterbildung zum „Executive Education - Humanistisches Psychodrama“ an mit dem Abschluss: „Psychodrama Director - Certified Practitioner CP“.

(Hinweis: Das CP Zertifkat ist angelehnt an die internationalen Vorgaben für die Mehrzahl der Psychodrama - Weiterbildungen mit 880 Einheiten gemäß internationalen Vorgaben (hier z.B. ASGPP/ABE, AANZPA und dem Taiwanesischen Psychodrama Board). Das PIB ist derzeit das einzige deutsch Psychodrama Institut, das sich ausschließlich an diesen Vorgaben orientiert.)

Diese PIB Executive Education Weiterbildung ist derzeit durch eine deutsche und eine internationale Stelle offiziell zertifiziert durch

a) Ärztekammer Hamburg ÄKHH - mit Bescheid vom 21.11.2018: 911900267 für das ganze Jahr 2019

b) International Association for Counselling IAC - am 2.9.2018 für die Jahre 2019 und 2020.

(Hinweis: Der IAC ist der internationale Dachverband der Beraterverbände, Coaching verbände und Therapeuten. In ihm sind Weiterbildungsträger und Dachverbände organisiert, in Deutschland neben dem PIB u.a. der Deutschen Gesellschaft für Beratung DGfB. Weitere deutsche Mitglieder des DGfB sind u.a.: die großen Coaching- und Supervisionsverbände DGfC, DGTA, DGSv, DGSF, die therapeutischen Verbände dgvt, DGV, GWG sowie DFP, DG3S.)

Folgende Bestandteile der Executive Education sind einzeln buchbar und in sich abgeschlossen. Sie können in der Kombination bei Bedarf und mit einer Prüfung zum CP Titel führen:

  1. Jahr – 20 Credits

4 mal 4 Tage Executive Education (160 Unterrichtseinheiten) mit Selbsterfahrung und Methodentraining und Einführung in Soziometrie, Psychodrama und Gruppenprozesse/-therapie

  1. Jahr (optional zusätzlich buchbar) – 20 Credits

4 mal 4 Tage Executive Education (160 Unterrichtseinheiten) mit Selbsterfahrung und Methodenanwendung, Anwendungstraining und Vertiefung zu Psychodrama und Gruppenprozessen

  1. Jahr (optional zusätzlich buchbar) – 20 Credits

4 mal 4 Tage Executive Education (160 Unterrichtseinheiten) mit Anwendungs-Selbsterfahrung in der Rolle „Übende Leitung“, Anwendungstraining zu Psychodrama und Gruppenprozessen, Supervision. -

Ab dem 2. Jahr (optional zusätzlich buchbar) – 20 Credits

Theorieseminare 16 Tage (160 Unterrichtsstunden) 

Ab Mitte 2. Jahres bis Ende des 4. Jahr (optional) – 20 Credits

Durchführung von eigener Praxis des Psychodramas außerhalb der Weiterbildungsgruppe im Einzel- oder möglichst auch Gruppen-Setting (120 Einheiten à 45 Minuten) unter Supervision (40 Einheiten)

Ab Ende des 3. Jahres oder im 4. Jahr (optional) – 20 Credits

Eigenes Literaturstudium (80 Einheiten, http://www.psychodrama-netz.de/content/literatur), schriftliche Arbeit (80 Einheiten) und mündliche Prüfung

Übersicht zum Humanistischen Psychodrama

Das Psychodrama ist eine seit Jahrzehnten etablierte und erprobte Psychotherapieform, die in ihrer Arbeit gruppentherapeutische Ansätze, Rollenspielformen und therapeutisches Theater miteinander verbindet.

Jakob Levy Moreno (1889-1974), der Begründer des Psychodramas, vereinte im Psychodrama seine gruppentherapeutischen Erfahrungen, die er in vielfältiger Arbeit mit Problem- und Randgruppen gewonnen hatte, mit Formen des therapeutischen Theaters und Rollenspiels. Er versuchte in Theorie und Praxis aus diesen beiden unterschiedlichen Elementen eine konsistente Therapieform zu schaffen. Die nachfolgenden Generationen von Psychodrama-­Therapeuten haben Morenos Gedanken weiterentwickelt und das Psychodrama durch Anlehnungen an und Abgrenzungen zu anderen Therapieformen jeweils unterschiedlich akzentuiert.

Sie können nachfolgend einen Ausschnitt einer historischen Aufnahme mit Jakob Levy Moreno von 1948 sowie einen vollständigen Dokumentationsfilm aus dem Humanistischen Psychodrama von 1989 anschauen. (https://youtu.be/zvgnOVfLn4k und https://youtu.be/cFBO2_pbNPY und folgende). 

Das Psychotherapeutische Institut Bergerhausen unter der Projekt-Leitung von Hans-Werner Gessmann und seit 1.3.2018 unter der Instituts-Leitung von Jochen Becker-Ebel setzt bei dem für Jakob Levy Moreno wichtigen Gedanken einer Integration von interaktioneller Wirklichkeit und biographisch bestimmter Autonomie des Einzelnen erneut an und betont in der therapeutischen Arbeit die Einheit beider Anteile.

Wenn von der interaktionellen Wirklichkeit des Einzelnen gesprochen wird, so soll damit der Versuch gemacht werden, jenes Phänomen zu verstehen, das die Sozialität zu einer wirklichen Gemeinsamkeit werden lässt, in der jeweils eine soziale Wirklichkeit geschaffen wird, die auch den Einzelnen in der Situation zutiefst bestimmt. Da das Individuum die situative Wirklichkeit mitgestaltet, wird es nicht zum bloßen fremdbestimmten Objekt. Die interaktionelle Wirklichkeit lässt sich als eine Funktion des Schaffensprozesses zu einer Gemeinsamkeit hin verstehen. Der Einzelne kann so aber niemals als reine, lediglich ihm zugehörige Indi­vidualität verstanden werden, sondern immer nur in der aktuellen, kreativen Gestaltung seiner individuellen Biographie auf eine soziale Situation hin.

Dabei hat die Sozialität nicht nur einen Materialwert, so dass der Einzelne sich in einem sozialen Kontext ausdrückt, sondern ist ein eigener aktiver Faktor, der gemeinsam mit den biographischen individuellen Anteilen die interaktionelle Wirklichkeit schafft. Diese Situation wird Ausdruckslage genannt. Auf ihr baut die Psychodrama-Therapie auf und ermöglicht eine therapeutisch geleitete Arbeit an der Ausdruckslage.

In diese Ausdruckslage, die sich jeweils einstellt, wenn Menschen zusammenkommen und die umso offener ist, je geringer der offizielle Anteil der Situation ist, gehen viele verschiedene Faktoren mit ein: gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen der Situation, räumliche und zeitliche Gegebenheiten und vor allem die biographisch-individuellen Anteile der Beteiligten.

Jede interaktionelle Situation zeigt sich als eine Integration von sozialen und individuell-psychischen Anteilen. Es bildet sich eine Ausdruckslage, die je nach Art der in sie eingehenden Bedingungen und Faktoren mehr flexibel oder mehr verkrustet ist.

Das Psychodrama setzt an diesem Punkt eines jeweils aktiven und integrierenden Prozesses in der Begegnung von Menschen an. Durch die vielen gruppentherapeutischen Erfahrungen mit dem Psychodrama wurden Methoden entwickelt, die es möglich machen, eine Gruppenbildung zu unterstützen, in der eine offene Ausdruckslage entsteht, in die andere oder mehr biographische Anteile eingehen, als dies für jeden der Anwesenden in seiner normalen Lebenssituation möglich ist.

Gemeinsam mit der/dem Leiter/In schaffen die Gruppenmitglieder durch ihren Umgang miteinander eine Therapiesituation, in der dem Einzelnen ein erweiterter Erfahrungs- und Handlungsraum zur Verfügung gestellt wird. Darauf aufbauend werden die therapeutischen Formen des Theater- und Rollenspiels eingesetzt, um die in den Interaktionen aktuell gewordenen Erfahrungen, Erinnerungen oder Wünsche vertiefend zu gestalten und im Kontext der Biographie in der aktuel­len Ausdruckslage neu zu formen und zu erleben.

Das Humanistische Psychodrama ist damit in seiner Theorie und Praxis nur kurz angesprochen und in einigen wichtigen Gedanken skizziert worden. Es hat auf der Grundlage der Arbeiten Jakob Levy Morenos die Erfahrungen der neueren psychotherapeutischen Entwicklungen aufgenommen.

Zugleich bezieht sich das Humanistische Psychodrama auf die therapeutischen Erfahrungen der Humanistischen Psychologie, die dem Einzelnen auf der Grundlage gemeinsamer sozialer Erfahrungen, einen Handlungs- und Erfahrungsraum öffnen will, in dem er auf seine soziale Wirklichkeit hin sein seelisches und geistiges Potential entfalten kann. Das therapeutische Spiel in der Gruppe, die sich zu einer solchen erst gefunden hat, bietet die Möglichkeit, beide Gehalte in der Therapie wirklich werden zu lassen, so dass es für die Beteiligten zu einer heilenden und lösenden Erfahrung wird.

Das Humanistische Psychodrama ist als Therapieform in speziellen therapeutischen Gruppen einsetzbar, aber auch als Methode innerhalb von Lebensgruppen zu verwirklichen. So können psychodramatische Methoden in stationären Einrichtungen, in Heimen, therapeutischen Gemeinschaften und in speziellen ambulanten Patientengruppen genutzt werden. Bewährt hat sich das Humanistische Psychodrama auch innerhalb der Kinder-, Geronto- und Suchttherapie.

Neben diesen psychotherapeutischen Arbeitsfeldern hat es sich aber auch als begleitende Methode für die Selbsterfahrungsarbeit, die Supervision und als pädagogisches Instrument bewährt. Je nach Einsatzgebiet, zum Beispiel bei der MitarbeiterInnen- und Führungskräfteentwicklung, hat das Psychodrama bestimmte Veränderungen erfahren, ohne sich dabei aber in seinen Grundgegebenheiten verändert zu haben. Dies wird in den Weiterbildungen am Standort Hamburg und international von Jochen Becker-Ebel realisiert und seit dem 15.03.2018 innerhalb des PIB umgesetzt.

1973 bis 2018: Fortbildung Psychodrama-Assistent/in, später: Psychodrama Praktiker/in /Psychodrama Practitioner

Der Fortbildungsgang "Psychodrama-Assistent/in" bzw. seit 2018: „Psychodrama Praktiker/in / Psychodrama Practitioner“ führt in das Psychodrama, speziell in die Grundhaltung des humanistischen Psychodrama ein. In einer Selbsterfahrungsgruppe werden die Teilnehmer/innen mit dem Aufbau einer Psychodrama-Gruppe vertraut gemacht. In dieser Gruppe lernen sie, mit den spezifischen diagnostischen und therapeutischen Methoden des Psychodramas umzugehen. Sie werden befähigt im Kontext ihrer eigenen Sozialität und Biographie die Methoden des Psychodramas zu verwenden, die therapeutische Arbeit auf eine Gruppe und jedes ihrer Mitglieder auszurichten und dabei die Grenzen zu sehen, die ihnen in ihrem jeweiligen Kenntnisstand gesetzt sind.

Rückmeldungen von Fortbildungskandidaten: "Ich bin trotz der kurzen Zeit, aber der intensiven Erfahrungen, die ich mit Humanistischem Psychodrama machen durfte, sehr von dieser Therapieform überzeugt. Das ist natürlich auch der Qualität geschuldet und zu verdanken, die ich erlebe und die mir untrennbar mit der besonderen Art der Fortbildung im PIB verbunden zu sein scheint." P.R.

"Ein tolles Wochenende war es, intensiv und positiv, viel zum Nachdenken und -fühlen." A.F.

In der begleitenden, praktischen Arbeit und der sie reflektierenden Supervision sollen die Teilnehmer/innen ihre psychodramatischen Kenntnisse auf ihre Arbeitserfahrungen übertragen und innerhalb der Gruppe reflektieren.

Das Psychodrama ist als Therapie und Selbsterfahrungsmethode stets eng auf eine praktische Umsetzung bezogen, die bereits in der Fortbildung zum/zur Psychodrama-Assistent/in/-Praktiker/in erfolgt. Die Fortbildung findet in Selbsterfahrungsgruppen statt, in denen und mit denen die relevanten praktischen Kenntnisse gewonnen und vermittelt werden. Diese stark praktisch ausgerichtete Arbeit wird in Theorieseminaren begrifflich und systematisch reflektiert und in einem übergreifenden psychologischen Kontext dargestellt.

Fortbildungsziele

Der Fortbildungsgang soll im Einzelnen dazu befähigen,

  • als Assistent/in einer/s Psychodrama-Therapeut/in in therapeutischen Gruppen psychodramatisch arbeiten zu können,
  • Gruppen psychodramatisch zu leiten, die selbsterfahrungs- und/oder themenbezogen arbeiten,
  • konflikthafte Erlebnisse, Einstellungen und Verhaltensweisen aus der eigenen Biographie und Sozialisation zu erarbeiten und eigene Sichtweisen gegebenenfalls zu verändern,
  • die diagnostischen und therapeutischen Methoden des Psychodramas zu beherrschen und in Gruppen anwenden zu können,
  • Problemstellungen psychodramatisch anzugehen, ihre Untersuchung zu planen und methodisch Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln,
  • für das Psychodrama relevante Kenntnisse in der psychologischen Diagnostik, der Gruppenentwicklung und der Persönlichkeitspsychologie zu beherrschen und in der psychodramatischen Praxis anzuwenden,
  • psychodramatische Begriffs-, Hypothesen- und Modellbildung unter Berücksichtigung fachspezifischer Methodenkritik kennenzulernen.

Fortbildungsvoraussetzungen

  1. Die Zulassung zur Fortbildung im Psychodrama setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufstätigkeit und in der Regel auch ein Studium voraus, das sich inhaltlich auf Menschen bezieht. Daraus ergibt sich auch ein Mindestalter von 25 Jahren. Das Berufsspektrum erstreckt sich von medizinischen, psychologischen, sozialen, schulpädagogischen und theologischen bis hin zu pflegerischen Berufen, kann aber auch im wirtschaftswissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Bereich sein.
  2. Der/die Bewerber/in sollte über erste Erfahrungen in der psychodramatischen Gruppenarbeit oder in anderen therapeutischen Gruppen verfügen. (z.B. Teilnahme an Einführungs- oder Sonderseminaren des Psychotherapeutischen Instituts Bergerhausen).
  3. Die Motivation zu dieser Fortbildung ist besonders wichtig. Auf sie wird in der Auswahl der Bewerber/innen großen Wert gelegt, und sie ist in Grenz- oder Ausnahmefällen ausschlaggebend.
  4. Von einer grundsätzlichen psychischen Stabilität wird ausgegangen.

Bewerbung

Die Bewerbung zur Teilnahme an der Fortbildung muss schriftlich erfolgen. Senden Sie diese bitte an die Geschäftsstelle der PIB.

Als Bewerbungsunterlagen werden benötigt:

  • ein tabellarischer Lebenslauf mit Fotografie
  • Darlegung der Motivation zur Fortbildung
  • Zeugniskopien wichtiger Stufen der Studien- und Berufslaufbahn
  • Anmeldebogen mit Kostenübernahmeerklärung

Der/die Bewerber/in wird zu einem Gespräch eingeladen. Die Zulassung zur Fortbildung erfolgt durch den/die Kursleiter/in bzw. bei weitergehenden Fragen und nötigen Ausnahmen durch den Prüfungsausschuss des Instituts.

Der Schwerpunkt der Fortbildung im Psychodrama und Humanistischen Psychodrama ist die Erlangung von Kompetenz im therapeutischen, begleitenden, leitenden und lehrenden Handeln. Grundlagen sind psychodramatische Diagnostik und psychodramatische Methoden. Dementsprechend ist die Fortbildung im Wesentlichen praktisch orientiert.

Sie erfolgt großenteils in einer Erfahrungsgruppe, in deren sozialer und psychisch aktueller Situation die Teilnehmer die wesentlichen therapeutischen Inhalte des Psychodramas erlernen. Dabei werden die Fortbildungsinhalte nie abstrakt vorgestellt, sondern stets in Bezug auf die eigene Selbsterfahrung vermittelt.

Die Fortbildungsarbeit findet als konkrete therapeutische Arbeit statt, die zusätzlich in Reflexionsphasen systematisch erarbeitet wird und in Übungssequenzen wieder in die Realität der Selbsterfahrungsgruppe Eingang findet. Dabei wird darauf geachtet, dass die beruflichen und privaten Erfahrungen der Teilnehmer in den Fortbildungsgang integriert werden.

Jede psychodramatische Methode und jedes psychodramatische Handlungskonzept wird so in einer aktuellen Gruppensituation eingeübt, die den Einsatz solcher Konzepte oder Methoden nahelegt, so dass die Fortbildung immer praxisbezogen bleibt.

Um diesen Praxisbezug auch außerhalb der Fortbildungsgruppe zu gewährleisten, ist eine Supervisionsarbeit erforderlich, in der die Fortbildungskandidat/innen zusätzliche Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrungen werden schriftlich dokumentiert und bearbeitet. Diese praktisch ausgerichtete und auf die Selbsterfahrung aufbauende Lehrmethode wird durch Theorieseminare ergänzt, in denen die wesentlichen Inhalte der Fortbildung theoretisch reflektiert und systematisch erarbeitet werden. Dabei wird nicht nur die Theorie des (Humanistischen) Psychodramas vorgestellt, sondern es werden auch Abgrenzungen von und Gemeinsamkeiten mit anderen Therapieformen dargestellt.

Die Lehrmethoden in der Fortbildung machen es nur schwer möglich, einen thematischen Fortbildungszyklus festzulegen, der für jede Unterrichtsstunde ein Thema vorgibt, weil sich die Inhalte der Fortbildung jeweils aus der aktuellen Situation der Gruppe entwickeln. Gleichwohl gibt es die Möglichkeit und Notwendigkeit den grundlegenden thematischen Verlauf der Fortbildung vorzuplanen.

Fortbildungsstruktur

Die Fortbildung umfasst einen Zeitraum von etwa 2 bis 2,5 Jahren. In dieser Zeit setzen sich die Fortbildungskandidaten/innen mit dem Psychodrama persönlich auseinander, um die angestrebte Qualifikation zu erwerben. Innerhalb dieser 2 Jahre fanden von 1979 bis 2017 mindestens 13 Praxiswochenenden à 16 AE (jeweils Samstag und Sonntag), 2 Supervisions-Wochenenden à  16 AE (Samstag und Sonntag) und verschiedene Theorie-Tagesseminare à 8 AE (samstags) statt. Hinzu kamen weitere Selbsterfahrungs-Seminare, Eigenstudium und Praxis (insgesamt über 520 Stunden)

Seit 2018 wird nach einer neuen Stundenverteilung gearbeitet.

  • Grundkurs:  Psychodrama Praktiker/in  (520 Stunden á 45 min., 65 Credit Points/CP):
  • 55 CP Seminare (440 Std.) und 10 CP Eigenarbeit/Supervision (80 Std.) in 2 Jahren
  • Abschlussprüfung nach 2 Jahren: Mündlich mit vorhergehender Abschlussarbeit
    über die eigene Arbeit (mindestens 2 Std. eigene Psychodrama Tätigkeit)
  • 1 CP Supervision (in Gruppe oder Einzel)
  • Studium: Erstellen von 3 Protokollen/Arbeit (15 Seiten) Literaturstudium: 70 Std.
  • Spezial-/Theorie Seminare  15 CP (= 120 Stunden mit weiteren Trainern)
  • Teilnahme: fortlaufende Selbsterfahrungsgruppe 40 CP (Lernen/Anwenden, 320 Std)

Um den Lernprozess der Gruppe und der einzelnen Teilnehmer/innen nicht zu unterbrechen, ist eine kontinuierliche Teilnahme an den Seminarblöcken der Weiterbildungsgruppe erforderlich. Innerhalb der Fortbildung darf der/die Fortbildungskandidat/in an maximal Einheiten der fortlaufenden Gruppe entschuldigt fehlen (Krankheit oder andere nicht verschiebbare Gründe) und diese Seminare an das Ende der Fortbildung verlegen. Weitere Fehlstunden sind kostenpflichtig.

Bis 2017 galt: Ein Fortbildungswochenende umfasst formal 16 Arbeitseinheiten zu 45 Minuten. Ab 2018 gilt: Die Seminare finden meist viertägig statt (Donnertags bis Sonntags). Es gibt ein „Credit Points“ System zur Anwesenheit. Ein Weiterbildungstag mit 10 Unterrichtsstunden (9.00 bis 18.00 Uhr, 5 Blöcke à 1,5 Zeitstunden plus Pausen) wird mit 1,25 Credit Points (= CP) anerkannt. Das Vier-Tagesseminar hat 5 CP. Wochenendseminare (Samstag/Sonntag ganztags) haben 2,5 CP.

In der praktischen Arbeit werden oft mehrere Einheiten zusammengefasst, so dass eine kontinuierliche Gruppenarbeit erfolgen kann.

mögliche Theorieseminar-Themen

  • Geschichte und Entwicklung der Gruppenpsychotherapie und des Psychodramas
  • Die strukturellen und methodischen Grundlagen des (Humanistischen) Psychodramas
  • Philosophische und psychologische Grundlagen des Psychodramas
  • Soziometrie und Gruppenprozesse
  • Interaktions- und Kommunikationskonzepte
  • Rollentheorien im (Humanistischen) Psychodrama

Abschluss der Fortbildung

Nach Abschluss der Gesamtweiterbildung kann die Abschlussprüfung zum/zur Psychodrama-Assistenten/in (bis 2017) Psychodrama Praktiker/in (ab 2018) abgelegt werden. Sie erfolgt praktisch in der Fortbildungsgruppe; die theoretische Prüfung wird als schriftliche Hausarbeit abgelegt. Über die Prüfungen wird ein Zeugnis, über den erfolgreichen Abschluss der Gesamtfortbildung eine Urkunde ausgestellt. Weitere Ausführungen finden Sie in der Prüfungsordnung.

Kosten, Beginn, Durchführung

Die Gesamtkosten für die Fortbildung zur/m Psychodrama-Praktiker/in betragen zuzüglich der Supervisonsgebühren seit März 2018 etwa 6.500 €. Dies ergibt sich aus den Kosten für die Vier-Tagesblöcke (5 CP) mit jeweils 590 € (bzw. an den Wochenenden 250 €) und der nötigen Gesamtzahl der Credit Points von insgesamt 55 CP.

Beginntermine entnehmen Sie bitte den Terminen (ab dem 1.4.2018) auf der Internetseite www.pib-zentrum.de und erfragen, ob zum gewünschten Termin ein Teilnehmerplatz frei ist. Eine frühzeitige Nachfrage empfiehlt sich. Die Gruppen starten in Deutschland jeweils im Frühjahr eines Jahres. Derzeit laufen in Hamburg zwei parallele Gruppen. Weitere englischsprachige Gruppe gibt es im Ausland (Indien, Qatar, Iran und bald auch erneut in Russland).

Wenn die Lebenslage es erfordert ist es möglich in der Mitte der Weiterbildung ein Jahr zu pausieren und im Folgejahr wieder einzusteigen. Ein Einstieg in eine Gruppe ist ausschließlich im Frühjahr möglich.

Fortbildung Psychodrama-Therapeut/in (1973 bis 2018)

Die Fachfortbildung "Psychodrama-Therapeut/in" baut auf der Fortbildung Psychodrama-Assistent/in auf und setzt die erfolgreiche Teilnahme an dieser voraus. Derzeit wird diese Weiterbildung vom PIB nicht angeboten.

Die Fortbildung setzt sich aus Erfahrungsgruppen, praxisbezogener Gruppenarbeit, Theorieseminaren, Selbststudium und Supervision zusammen.

Die wesentliche Unterrichtsmethode des TherapeutInnen-Fortbildungsganges ist die Selbsterfahrungsarbeit in einer Fortbildungsgruppe. Im Vergleich zur AssistentInnen-Fortbildung sind in der Therapeuten-Gruppe die reflektierenden und problemorientierten Übungsphasen wesentlich verstärkt.

Der/Die Psychodrama-TherapeutIn arbeitet heilkundlich als Psychotherapeut, wenn seine/ihre berufliche Ausbildung "Arzt"/"Ärztin" oder "Diplom-PsychologIn" mit Heilkundezulassung ist. Andere Berufsgruppen benötigen zur Ausübung der Heilkunde die entsprechenden gesetzlichen Genehmigungen. Sie können sich derzeit nicht „Psychodrama-TherapeutIn“ nennen und dieses Ziel erlangen.

Die Arbeit als Psychodrama-TherapeutIn verlangt sicheren Umgang mit eigenen Problemen, die Fähigkeit zu Übersicht und einfühlendem Umgang mit Gruppen und Klienten, ein sicheres Beherrschen der therapeutischen Methodik und eine gute Kenntnis der psychologischen und psychiatrischen Diagnostik und Psychopthologie.

Diesen Anforderungen entsprechend ist die Fortbildung aufgebaut. In ihrem Zentrum steht die Selbsterfahrungsarbeit, die durch reflektierende und problemorientierte Übungsphasen ergänzt wird. So finden Erfahrungen der einzelnen TeilnehmerInnen aus den verschiedenen Übungsphasen Eingang in die Selbsterfahrungsgruppe und werden therapeutisch bearbeitet.

Es werden zusätzlich Theorieseminare durchgeführt, in denen u.a. wichtige Grundkenntnisse der Psychologie, Psychiatrie, Sozialmedizin und Psychotherapie vermittelt werden.

Fortbildungsziele

Der Fortbildungsgang soll im Einzelnen dazu befähigen,

  • Erfahrungsgruppen in verschiedenen beruflichen Bereichen selbständig und eigenverantwortlich planen und leiten zu können,
  • Therapiearbeit mit Patientengruppen selbständig und eigenverantwortlich durchführen zu können,
  • durch Kenntnisse gruppendynamischer und psychodynamischer Prozesse ein angemessenes therapeutisches Leitungsverhalten in der Gruppe zu entwickeln,
  • über umfassende Kenntnisse der psychologischen und psychia­trischen Diagnostik zu verfügen.

Fortbildungsvoraussetzungen

Der/Die Fortbildungskandidat/in muss im Besitz der Psychodrama-AssistentIn-(-PraktikerIn) Urkunde sein. Über die Zulassung zur Fortbildung entscheidet der Prüfungsausschuss. Der Antrag auf Zulassung zur Fortbildung erfolgt zunächst formlos unter Beifügung einer Kopie der AssistentIn-(PraktikerIn)Urkunde (auch anderer Psychodrama-Fortbildungsinstitute).

Fortbildungsstruktur

Die Fortbildungsdauer zum/zur Psychodrama-TherapeutIn beträgt mindestens weitere zwei Jahre. Die Fortbildung besteht, wie auch die Grundqualifikation Psychodrama-Assistent/in und die Fortbildung Psychodrama-Leiter, aus Praxisseminaren, Theorieseminaren und Supervisionsveranstaltungen.

Dies sind im einzelnen:

  • 25 Praxiswochenenden à 16 AE (Pflichtveranstaltungen)
  • 18 Theorie-Tagesseminare à 8 AE (erwünschte Teilnahme)
  • 8 Supervisions-Wochenden à 16 AE (Pflichtveranstaltungen)

Ein Praxiswochenende umfasst formal 16 Arbeitseinheiten zu je 45 Minuten (praktisch werden - um kontinuierlich arbeiten zu können - mehrere Arbeitseinheiten zu einer größeren Einheit zusammengefasst).

Innerhalb der Fortbildung darf der/die FortbildungskandidatIn an vier Praxiswochenenden entschuldigt fehlen und diese Seminare an das Ende der Fortbildung verlegen. Weitere Fehlstunden sind kostenpflichtig.

Die Themen der Praxiswochenenden sind jeweils auf die Fortbildungsgruppe hin konzipiert. Sie beinhalten neben der kontinuierlichen Selbsterfahrungsarbeit stets ein methodisches Schwerpunktthema.

Nach Abschluss der Gesamtfortbildung über 25 Praxiswochenenden sowie nach Abschluss der Supervisionsarbeit kann die Abschlussprüfung zum/zur Psychodrama-Therapeuten/in abgelegt werden. Die Abschlussprüfung besteht aus einer vierstündigen praktischen Prüfung sowie einer eigenständig erarbeiteten schriftlichen Abschlussarbeit. Über die abgelegten Prüfungen wird ein Zeugnis, über den erfolgreichen Abschluss der Gesamtfortbildung eine Urkunde ausgestellt. (Weitere Ausführungen entnehmen Sie bitte der Prüfungsordnung.)

Kosten und Beginn


Beginntermine entnehmen Sie bitte den Terminen auf der Internetseite www.pib-zentrum.de wobei derzeit keine Seminare angeboten werden.

 

Fortbildung Psychodrama-Leiter für Kinder und Jugendliche

Das Kinderpsychodrama wurde in Deutschland und der Schweiz erstmalig von der Moreno-Schülerin Ella Mae Sharon gemeinsam mit Hans-Werner Gessmann in den Jahren 1974 bis 1976 eingeführt. Nach einzelnen Seminaren an verschiedenen Psychodrama-Institutionen entstand ab 1977 eine reguläre Kinderpsychodrama-Fortbildung für Therapeuten im Psychotherapeutischen Institut Bergerhausen. Die Kinderpsychodrama-Ausbildungsarbeit wurde in den 80er Jahren von den Gessmann-Schülerinnen Ingrid-Sevecke und Stefanie Unsin über mehr als ein Jahrzehnt weiterentwickelt und ist durch mehrere Film-Dokumentationen nachvollziehbar. Das Kinderpsychodrama hat heute in Europa eine Verbreitung gefunden.

Die Fortbildung "Psychodrama-Leiter/in für Kinder und Jugendliche" findet parallel zum Fortbildungsgang "Psychodrama-Assistent/in" statt oder baut auch auf diesem auf.

Derzeit bietet das PIB keine Weiterbildung im Kinderpsychodrama an, es ist aber für 2020 ein neuer Start geplant.

So wie Maurice Sendak mit seiner Bilderbuchgeschichte "Wo die wilden Kerle wohnen" das innere Erleben des Kindes uns Erwachsenen wieder nahe bringt, so wollen wir uns zu Beginn des Lehrgangs unserem eigenen erinnerten Kindsein wieder annähern.

Seminar 1-5

Erinnerung an die eigene Kindheit:

  • Wünsche
  • Träume
  • Spielerfahrungen

Erinnerung an die Familienkonstellation:

  • Familiendynamik
  • Konflikte in der Familie, anderen Gruppen

Seminar 6-7

Soziometrie und Gruppenprozesse

Seminar 8-11

Anwendung der psychodramatischen Methoden im Kinderpsychodrama:

  • Erwärmung, gruppenzentriertes Arbeiten
  • Besonderheiten der Szeneneinrichtung, des Sharings sowie Fragen des Settings

Seminar 12

Planung, Vorbereitung und Durchführung einer psychodramatischen Sequenz für eine Kindergruppe

Seminar 13

Selbstverständnis und Menschenbild des Leiters

Seminar 14

Elemente des Psychodramas als diagnostisches Medium zur Erfassung von Verhaltensauffälligkeiten

Seminar 15

Elternarbeit


Fortbildungsziele

Der Fortbildungslehrgang soll im einzelnen dazu befähigen,

  • Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Berufsfeldern selbstständig und eigenverantwortlich planen und leiten zu können,
  • Konflikte in der Gruppe mit Hilfe der psychodramatischen Methoden zu bearbeiten,
  • Gruppenleitungsverhalten zu reflektieren,
  • sich einfühlen zu können in die Erlebniswelt von Kindern und Jugendlichen,
  • eigene Stärken und Grenzen in der Erziehungsarbeit besser einschätzen zu können,
  • die eigene Kreativität, Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit weiter zu entwickeln, um sie an Kinder weiterzugeben,
  • sich ein Instrumentarium anzueignen, das befähigt, mit einem veränderten persönlichen und psychologisch methodischen Ansatz in Kindergruppen zu arbeiten,
  • grundlegende Theoriekenntnisse unterschiedlicher therapeutischer Verfahren zu erlangen.

Fortbildungsvoraussetzungen

Für die Teilnahme ist eine psychologische oder pädagogische Grundausbildung notwendig und eine laufende oder abgeschlossene Psychodrama-Assistenten-Fortbildung.

Je nach persönlicher Zielsetzung ist es auch möglich, sich für einzelne Seminare anzumelden und darüber eine Teilnahmebestätigung zu erhalten.

Fortbildungsstruktur

Die Fortbildungsdauer zum/zur Psychodrama-Leiter/in für Kinder und Jugendliche beträgt ungefähr drei Jahre.

Die Fortbildung besteht, wie auch die Grundqualifikation Psychodrama-Assistent/in, aus Praxisseminaren, Theorieseminaren und Supervisionsveranstaltungen.
Dies sind im einzelnen:

  • 17 Praxiswochenenden à 16 AE
  • 12 Theorie-Tagesseminare à 8 AE
  • 5 Supervisions-Wochenenden à 16 AE

Theorieseminare

  • Seminar 1: Pädagogische Psychologie (8 AE)
  • Seminar 2: Entwicklungspsychologie (8 AE)
  • Seminar 3: Persönlichkeitspsychologie (8 AE)
  • Seminar 4: Methodenlehre (8 AE)
  • Seminar 5: Psychodiagnostik (8 AE)
  • Seminar 6: Gesprächspsychotherapie (8 AE)
  • Seminar 7: Verhaltenspsychotherapie (8 AE)
  • Seminar 8: Gestalttherapie (8 AE)
  • Seminar 9: Psychoanalyse (8 AE)
  • Seminar 10: Musiktherapie (8 AE)
  • Seminar 11: Familien- und Systemtherapie (8 AE)
  • Seminar 12: Tanztherapie (8 AE)

Alternativ zur Teilnahme an den zuvor genannten Veranstaltungen können vier der Theorieseminare durch schriftliche Referate zum entsprechenden Thema ersetzt werden. Der Mindestumfang eines Referates beträgt 8 DIN A4 Schreibmaschinenseiten.

Abschluss der Fortbildung

Nach Abschluss der Gesamtfortbildung über 17 Praxiswochenenden und 12 Theorieseminaren und nach Beendigung der Supervisionsarbeit kann die Abschlussprüfung zum/zur Psychodrama-Leiter/in für Kinder und Jugendliche abgelegt werden. Die Fortbildung Psychodrama-Assistent/in muss vor Prüfungsbeginn beendet sein. Die Abschlussprüfung zum/zur Psychodrama-Leiter/in für Kinder und Jugendliche besteht aus einer vierstündigen praktischen Prüfung sowie einer eigenständig erarbeiteten schriftlichen Abschlussarbeit. Über die Prüfungen wird ein Zeugnis, über den erfolgreichen Abschluss der Gesamtfortbildung eine Urkunde ausgestellt. (Weitere Ausführungen entnehmen Sie bitte der Prüfungsordnung.)

Kosten und Beginn

Beginntermine entnehmen Sie bitte den Terminen auf der Internetseite www.pib-zentrum.de wobei derzeit vorübergehend keine Seminare angeboten werden.

Supervision in der Psychodrama-Fortbildung bis 2018

Das Erlernen psychodramatischer Methoden ist eng verbunden mit der Möglichkeit, eigene Erfahrungen in der Anwendung dieser Methoden zu machen. Diese Erfahrungen werden in die Supervisionssitzungen eingebracht.

Die Supervision ist eine besondere Form des Lernens in der Psychodrama-Fortbildung. Die Grundlage dieses Lernprozesses ist das Handeln und Empfinden des/r Supervisand/in in Bezug auf seine/ihre Rolle in einer Gruppe als Therapeut/in, Co-Therapeut/in, Doppel oder Hilfs-Ich.

Zu den Zielen der Supervision gehört die Entwicklung einer realistischen Einschätzung des eigenen Verhaltens in der Gruppe, der Motivationen und Auswirkungen.

Die SupervisorInnen arbeiten psychodramaorientiert; Methoden des Psychodramas kommen in modifizierter Form zur Anwendung.

Für die Zulassung zur Abschlussprüfung im Fortbildungsgang Psychodrama-Assistent/in wurden bis 2017 40 Supervisionseinheiten benötigt, für die Zulassung zur Abschlussprüfung im Fortbildungsgang Psychodrama-Leiter/in wurden bis 2017 weitere 90 Supervisionsstunden, im Fortbildungsgang Psychodrama-Therapeut/in weitere 160 Supervisionsstunden und im Fortbildungsgang Psychodrama-Leiter für Kinder und Jugendliche weitere 90 Supervisionsstunden benötigt.

Rückmeldung eines Fortbildungskandidaten: "Die Supervision war echt klasse und lehrreich !!". O. S.

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